Wiesbaden – In Deutschland leben immer weniger Menschen in Familien mit Kind. Vergangenes Jahr traf dies auf rund 41,3 Millionen Menschen zu – also knapp jeder Zweite, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der Anteil von 49 Prozent lag deutlich unter dem des Jahres 2005 von gut 53 Prozent.
Als Familien zählt das Bundesamt Eltern-Kind-Gemeinschaften, die in einem Haushalt leben, unabhängig von der Zahl der Elternteile und dem Alter der Kinder. Ein Grund für den Rückgang sei die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Familien waren auch 2023 häufiger auf dem Land als in Großstädten zu finden, aber die Unterschiede nehmen ab, wie das Bundesamt mitteilte. 2005 lebten in kleinen Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Bevölkerung in Familien, 2023 waren es noch 52 Prozent.