London – Im Skandal um verunreinigte Blutkonserven hat sich der britische Premierminister Rishi Sunak am Montag offiziell bei tausenden Betroffenen entschuldigt. „Es tut mir wirklich leid“, sagte Sunak vor dem Parlament in London. Die britische Regierung kündigte gestern erste umfassende Schadenersatzzahlungen an. Schon in den kommenden drei Monaten sollten viele Opfer vorläufige Entschädigungszahlungen in Höhe von 210 000 Pfund (mehr als 245 000 Euro) erhalten, sagte das zuständige Kabinettsmitglied John Glen.
Mehr als 30 000 Menschen wurden mit Viren – etwa HIV oder Hepatitis – infiziert, nachdem sie zwischen 1970 und Anfang der 90er-Jahre Transfusionen mit verunreinigten Blutkonserven erhalten hatten, wie der Untersuchungsbericht aufzeigt. Ungefähr 3000 Menschen starben, weitere Todesopfer in den kommenden Jahren sind zu erwarten.