Bei dem U-Boot handelte es sich um ein Modell der Virginia-Klasse. © US Navy Office of Information via AP/dpa
Malangen – Mit so einem Fang hätte Fischer Harald Engen auch nicht gerechnet: In seinem Netz verfing sich nicht nur der gewünschte Heilbutt, sondern auch das nuklear angetriebene U-Boot USS Virginia der US-Marine.
Dieses hat das Netz des Fischers gleich mehr als drei Kilometer aufs offene Meer mitgeschleppt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag und wurde vom norwegischen Rundfunk NRK bekanntgegeben. Die US-Marine bestätigte den Vorfall und erklärte, dass das U-Boot auf dem Weg von Tromsø zu einem geplanten Hafenstopp war.
Das riesige Atom-U-Boot hatte laut Angaben einen kurzen Stopp in Malangen eingelegt, als es das Netz des Fischers streifte. Engen erhielt daraufhin einen Anruf von der norwegischen Küstenwache und erfuhr von dem Vorfall. Die Küstenwache versuchte das Netz von den Propellern des 115 Meter langen U-Boots zu entfernen. Bei dem Versuch verschwand das Fischernetz allerdings in den Tiefen des Meeres und konnte nicht mehr geborgen werden.
Harald Engen hat nun einen Verlust von rund 50 000 Norwegischen Kronen hinzunehmen. Der Fischer nahm die Sache aber erstaunlich gelassen: „So etwas passiert eben hin und wieder. Schiffe verheddern sich in Netzen“, sagte Engen. Kein Grund, sich aufzuregen, fügte er hinzu. Einen echten Seemann bringt eben nichts aus der Ruhe.