Borkum – Staatsanwaltschaft und Polizei in Niedersachsen ermitteln wegen mutmaßlicher früherer Übergriffe auf Frauen beim umstrittenen traditionellen Klaasohm-Fest auf der Nordseeinsel Borkum. Die Ermittlungen seien „aufgrund mehrerer Strafanzeigen“ eingeleitet worden, teilten die beiden Behörden am Freitag in Aurich und Leer mit. Geschädigte Frauen seien derzeit nicht bekannt. Die fraglichen Vorfälle sollten sich demnach „in der Vergangenheit“ bei dem Fest zugetragen haben. Medienberichte über das Fest, das alljährlich am 5. Dezember begangen wird, hatten in den vergangenen Wochen eine öffentliche Debatte ausgelöst. Demnach wurden während dieser Brauchtumsveranstaltungen Frauen von verkleideten jungen Männern mit Kuhhörnern geschlagen. Die Polizei erhöhte daraufhin in diesem Jahr ihre Präsenz. Den Beamten zufolge blieb es jedoch friedlich.