Mannheim – Nach der Todesfahrt von Mannheim wollen die Ermittler bei der anstehenden Vernehmung des Täters Antworten auf zahlreiche noch offene Fragen finden. Der 40 Jahre alte Mann aus Mannheims Nachbarstadt Ludwigshafen, gegen den wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs ermittelt wird, sollte im Laufe des Dienstags unter anderem zu seinem Motiv und Hintergründen der Tat befragt werden.
Bis in die späten Abendstunden des Rosenmontags wurde die Wohnung des Festgenommenen in Ludwigshafen durchsucht. Nach dpa-Informationen wurden einige nicht näher erläuterte Dinge sichergestellt.
Auch ein im Auto des Todesfahrers entdeckter Zettel beschäftigt die Ermittler. Darauf sind Skizzen zu erkennen und Notizen in etwas krakeliger Schrift; es sind kurze Schlagworte und mathematische Rechnungen mit Bleistift notiert zu Geschwindigkeit und Fahrt, auch die Wörter „Anhalteweg“ sowie „links“ und „rechts“ sind zu lesen. Die Ermittler müssen jetzt prüfen, inwieweit diese Aufzeichnungen relevant sind für die Aufklärung der Tat.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rief dazu auf, sich von der Tat nicht einschüchtern zu lassen. „Wichtig ist nach solchen Ereignissen, dass wir, so gut es möglich ist, immer wieder in unseren normalen Alltag zurückkehren“, sagte er am Dienstag.