Kampf gegen künstliche Drogen: Europa schlecht vorbereitet

von Redaktion

Wien – Der UN-Drogenkontrollrat INCB kritisiert Staaten in Europa für mangelnde Kapazitäten im Kampf gegen synthetische Drogen. Das Expertengremium in Wien äußerte in seinem Jahresbericht Sorge über den rasant wachsenden Markt für künstliche Substanzen.

Diese Stoffe können versteckter, flexibler und billiger hergestellt werden als landwirtschaftlich produzierte Stoffe wie Opium oder Kokain. Zu den synthetischen Suchtgiften gehört etwa Fentanyl, das hinter einem großen Teil der zehntausenden jährlichen Überdosis-Fälle in den Vereinigten Staaten steht.

Synthetische Drogen seien weltweit ein „drängendes Problem, für das Kontrollbehörden, die Strafverfolgung und das öffentliche Gesundheitswesen weitgehend unvorbereitet sind“, kritisierte das INCB. Europa sei etwa unvorbereitet für Nitazene – einer Gruppe von Drogen, die als „synthetisches Heroin“ vermarktet werden. Der Drogenkontrollrat forderte Staaten dazu auf, koordinierte Strategien im Kampf gegen diese Substanzen zu entwickeln.

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