Papst-Jubiläum garniert mit Gerüchten

von Redaktion

Franziskus vor 12 Jahren gewählt – Neue Wohnung bei Basilika S. Maria Maggiore?

Menschen beten für Papst Franziskus. © KNA

Vatikanstadt – Tut er es oder tut er es nicht? Genau zwölf Jahre nach der Wahl zum Papst rankten sich um den gestrigen Jahrestag die Spekulationen, dass Franziskus seinen Rücktritt erklären könnte. Doch das Kirchenoberhaupt (88), das seit einem Monat mit einer schweren Lungenentzündung im Gemelli-Krankenhaus liegt und mit dem Tode gerungen hat, verbrachte einen ruhigen Tag in der Klinik. Mit neuen hoffnungsvollen Zeichen, dass er sich weiter von der lebensgefährlichen Erkrankung erholt.

Das Presseamt des Vatikans teilte mit, eine Röntgenaufnahme bestätige die Verbesserungen. Aktuell nehme Franziskus per Video an den Fastenexerzitien der Kurie teil. Zu sehen bekommen die Kardinäle den Heiligen Vater aber nicht. Das einzige persönliche Lebenszeichen von ihm war bislang eine Audio-Botschaft am 6. März, als sich Franziskus mit angegriffener Stimme für die vielen Genesungswünsche bedankt hatte.

Nun mehren sich Spekulationen um die mögliche Rückkehr des Papstes. Wird er Ostersonntag, 20. April, den Segen „Urbi et Orbi“ sprechen können? Bis dahin sind es noch gut fünf Wochen. Aber wird der Heilige Vater, der unter einer chronischen Atemwegserkrankung leidet, überhaupt in seine Wohnung im Gästehaus Sanctae Marthae zurückkehren können? Auch hier kursieren Gerüchte: Die Zeitung „Il Secolo d‘Italia“ berichtet von einer geheim gehaltenen Papstwohnung neben der Basilika Santa Maria Maggiore, die mit medizinischen Geräten ausgestattet worden sei.

In dieser Basilika will Franziskus beigesetzt werden, hat er vor Jahren entschieden. Die Einrichtung einer solchen Wohnung wird von Beobachtern als Zeichen dafür gesehen, dass zumindest für die Möglichkeit eines Rücktritts alle Vorbereitungen getroffen wären. Doch solange der Papst geistig im Vollbesitz seiner Kräfte ist, wird damit gerechnet, dass er im Amt bleibt. Die Spekulationen um die zerbrechliche Gesundheit des Papstes treiben auch zynische Blüten: So gibt es Online-Wetten, ob Franziskus die Lungenentzündung überlebt. Gefragt wird, ob 2025 ein neuer Papst gewählt wird. Ein User hat 35 000 Dollar darauf gewettet.

Zu den skurrilsten Gerüchten gehört eine Äußerung, die US-Präsident Donald Trump zugeschrieben wird. Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der konfessionslose Präsident, der früher der Presbyterianischen Kirche angehörte, einen US-Amerikaner auf dem Papstthron sehen wolle: den Franziskus-Kritiker Kardinal Raymond Leo Burke (76). Doch an den Mauern des Vatikans dürfte Trumps Credo „America first“ wohl abprallen.
CM/KNA

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