Westerwald-Mord: Polizei sucht Tatverdächtigen

von Redaktion

Nach einem erschütternden Notruf findet die Polizei die Leichen einer dreiköpfigen Familie

Alexander Meisner gilt als dringend tatverdächtig. © Polizei

Weitefeld – Nach dem Gewaltverbrechen an einer dreiköpfigen Familie im Westerwald in Rheinland-Pfalz haben die Ermittler den mutmaßlichen Täter identifiziert. Es bestehe ein dringender Tatverdacht gegen den 61-jährigen Alexander Meisner aus einem Nachbarort, wie Staatsanwaltschaft und Kriminaldirektion in Koblenz am Montag mitteilten. Gegen den weiterhin flüchtigen Mann sei ein Haftbefehl wegen des Verdachts des dreifachen Mordes erwirkt worden.

Am Sonntag hatte die Polizei dort in den frühen Morgenstunden die Leichen einer dreiköpfigen Familie entdeckt. Bei den Toten handelt es sich den Ermittlern zufolge um einen 47 Jahre alten Mann, eine 44 Jahre alte Frau und einen 16-jährigen Jugendlichen. Vieles deutet demnach darauf hin, dass sich die Tat im familiären Umfeld abspielte.

Die Fahnder suchen seit Sonntag nach dem Täter oder den Tätern, unter anderem mit einem Hubschrauber. Das Verbrechen löste in der kleinen Ortschaft im Kreis Altenkirchen große Betroffenheit und Fassungslosigkeit aus. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler (parteilos) zeigte sich von der Tat tief betroffen. „Das nimmt einen mit. Man kennt ja die Menschen hier im Ort. So eine Tat hätten wir uns nie vorstellen können“, sagte er.

Die Polizei war gegen 3.45 Uhr am Sonntagmorgen telefonisch per Notruf alarmiert worden. Den Angaben zufolge hatte eine schreiende Frau angerufen, womöglich die später getötete 44-Jährige. Als die Beamten eintrafen, floh eine mutmaßlich männliche Person zu Fuß vom Tatort.

Im Zuge der Fahndung wurde ganz Weitefeld von der Polizei abgesperrt. Zwar bestehe keine Gefahr für die Anwohner, sagte ein Polizeisprecher. Man solle aber keine Anhalter in der Gegend mitnehmen.

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