Gladiator gegen Großkatze in Britannien

von Redaktion

York – Glaubt man bildlichen Darstellungen und schriftlichen Berichten, ergötzten sich die Römer an blutigen Schauspielen, bei denen Menschen mit Löwen und anderen Raubkatzen kämpfen mussten oder von diesen zerrissen wurden. Die Kämpfe (venatores) und Hinrichtungen (damnatio ad bestias) sind auf zahlreichen Darstellungen, wie etwa Mosaiken zu finden.

Archäologische Nachweise, dass es zu diesen Spektakeln nördlich des Mittelmeers kam, sind jedoch rar. Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe aus Großbritannien und Irland glaubt nun, einen Beleg dafür zu haben, dass diese grausamen Spektakel sogar in den entlegensten Winkeln des Imperiums stattfanden.

Den entscheidenden Hinweis gaben Bissspuren an den Knochen eines mutmaßlichen Gladiators, dessen Skelett in der nordenglischen Stadt York entdeckt und der dort wahrscheinlich vor etwa 1800 Jahren begraben wurde. Die Spuren stammen von einer Großkatze, wie das Forschungsteam in einem in „Plos One“ erschienen Artikel darlegt.

Artikel 9 von 11