Hugh Grants Kampf gegen Smartphone & Co.

von Redaktion

Britischer Schauspieler unterstützt Initiative zum Social-Media-Verbot für Kinder

Schauspieler Hugh Grant will seine Kinder vor Smartphone und Social Media schützen. © Skolimowska/dpa

London – Nicht nur „Normalo“-Eltern müssen sich im Alltag damit herumschlagen, dass ihre Kids ständig aufs Smartphone oder Tablet starren. Auch Schauspieler Hugh Grant kennt das Problem. Der sechsfache Vater wetterte bei einem Event in der Londons Knightsbridge School gegen die „irrsinnig noble“ Privatschule seiner Kinder, die Schüler kaum draußen spielen lässt und dafür die Zeit vorm Bildschirm absichtlich erhöht.

Laut „Telegraph“ bezeichnete sich der Star als „wütendes Elternteil in einem unendlich erschöpfenden und zum depressiv werdenden Kampf gegen Kinder, die nur noch auf den Bildschirm starren wollen“. Zum Unverständnis von Grant beschränkt die Schule seiner Söhne John (12) sowie seiner Töchter Lulu (9) und Blue (6), wann diese in freier Natur oder auf dem Schulspielplatz herumtollen dürfen: „Die Schulleitung lässt sie nicht raus, wenn es regnet, oder lässt sie nicht klettern, wenn es windig ist – das ist einfach erbärmlich!“

Was es für Grant und dessen Ehefrau Anna Ebersol noch schlimmer macht: Die Schule sorgt dafür, dass die Kids noch mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, als diese es eh bereits tun. „Die Schulleitung hat stolz verkündet, dass sie jedem Kind einen Laptop zur Verfügung stellt.“ Mit dem würden die Schüler aber nicht nur während der Schulzeit arbeiten, auch die Hausaufgaben müssen darauf verrichtet werden. Der 64-Jährige: „Das ist die letzte Sache, die sie brauchen und die wir brauchen!“

Grant hat sich deshalb einer Kampagne des amerikanischen Sozialpsychologen Dr. Jonathan Haidt angeschlossen, die Smartphone-Benutzung für Kinder unter 14 verbieten und Schulen bis zur 10. Klasse „Bildschirm-frei“ machen will. Mit dem Argument, dass Social Media bei Kindern und Jugendlichen unter 16 zu einer „Epidemie von mentalen Störungen“ sowie einer drastischen Verkürzung des Aufmerksamkeitsvermögen geführt habe.

Grant, der zudem noch mit seiner Ex-Partnerin Tinglan Hong Tochter Tabitha (13) und Sohn Felix (11) sowie Sohn Damian (23) mit Elizabeth Hurley hat, appelliert an Eltern, sich ihm und Dr. Haidt anzuschließen: „Nur wenn wir eine kritische Masse an Eltern haben, die wütend über die Technologie im Unterricht und die Gefahr durch Smartphones sind, werden die Schulen aus Angst vor wirtschaftlichen Verlusten auf uns hören.“
CTH

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