Kinder aus „Horrorhaus“ in Spanien befreit

von Redaktion

Schock in Oviedo: Deutsches Paar hielt seine Söhne (10, 8 und 8) fast vier Jahre lang gefangen

In diesem Haus hielten die Eltern ihre drei Kinder seit 2021 gefangen. Ermittler sagten, es sei ein wahres „Horrorhaus“. © AFP

Oviedo – Ein deutsches Elternpaar soll seine drei Söhne in Spanien jahrelang in einem Haus voller Müll eingesperrt haben. Die Betroffenheit stand Einsatzleiter Javier Lozano ins Gesicht geschrieben, als er in Oviedo im Norden des Landes über die Aktion zur Befreiung der beiden achtjährigen Zwillinge und ihres zehnjährigen Bruders berichtete. „Die Beamten waren fassungslos, eine solche Situation hatten wir hier in Oviedo noch nie“, erzählte er.

Lozano sagte, es habe sich um ein wahres „Horrorhaus“ gehandelt. „Die Kinder waren schmutzig, in Schlafanzügen und schwer vernachlässigt“, hieß es. Das Haus sei „überall mit Müll übersät“ gewesen, „selbst unter den Betten“. Man habe dort inmitten von Exkrementen auch eine kranke Katze gefunden.

Die Eltern, ein 53 Jahre alter Deutscher und eine 48-jährige Deutschamerikanerin, wurden festgenommen. Die Kinder wurden in einem Heim untergebracht. „Ihr Wohlergehen steht an erster Stelle“, betonte Lozano.

Es werde vermutet, dass die Kinder seit der Anmietung des Hauses im Oktober 2021 dort festgehalten wurden, sagte Lozano. Sie seien in Oviedo nie zur Schule oder zum Arzt gegangen. Man habe ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt mit psychologischem Missbrauch und Kindesvernachlässigung eingeleitet.

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