Puff Daddy droht lebenslange Haft

von Redaktion

Rapper Combs ab Montag wegen Sexualverbrechen vor Gericht in New York

Puff Daddy bestreitet die Vorwürfe. © Weiss/AFP

New York – In seiner Musik feierte Sean „Diddy“ Combs Gangster, Gewalt und Geilheit – ab Montag steht der 55-Jährige in New York wegen mutmaßlicher Sexualverbrechen vor Gericht. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe, Combs, der unter den Künstlernamen Puff Daddy, P. Diddy und Diddy in den 90er-Jahren einer der erfolgreichsten Hip-Hop-Musiker der Welt war, bestreitet alle Vorwürfe. Der Rapper argumentiert, er habe zwar einen lockeren, aber legalen Lebenswandel als Partykönig geführt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Combs vor, Frauen und Männer sexuell missbraucht und mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys genötigt zu haben. Mit seinem Geschäftsimperium soll er ein kriminelles Unternehmen geschaffen haben, das sich auch der Entführung, Brandstiftung, Bestechung und Behinderung der Justiz schuldig machte.

Combs bestreitet dies. Auf welche Strategie sein Anwalt Marc Agnifilo setzt, wurde kürzlich bei einer Anhörung deutlich: Der Ex-Rapper habe den Lebenswandel eines „Swingers“ geführt, sagte Agnifilo – also ein Mensch, der wechselnde Partnerschaften und Sexualkontakte pflegt. Nach Darstellung des Anwalts verlief das alles einvernehmlich.

Dagegen sprechen Aussagen von Combs Ex-Freundin und zahlreicher anderer Frauen, die Combs schwere Misshandlungen und Vergewaltigung vorwerfen.

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