Blatten: Wohl Schäden von Hunderten Millionen

von Redaktion

Blatten – Die Schäden nach dem verheerenden Gletscherabbruch, der das Schweizer Dorf Blatten unter sich begraben hat, könnten sich nach Einschätzung der Regierung auf mehrere Hundert Millionen Franken belaufen. In einem ersten Schritt werde die Regierung per eigens zu schaffendem Gesetz fünf Millionen Franken (5,3 Millionen Euro) als Soforthilfe zur Verfügung stellen, sagte die Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Das Kanton Wallis gibt zehn Millionen Franken als Soforthilfe.

„Für die Menschen ist die Situation, die ihr Hab und Gut verloren haben, unerträglich“, sagte Umweltminister Albert Rösti. Sie bräuchten moralische und finanzielle Unterstützung. Landwirte hätten ihre Höfe und Nutzflächen verloren, Unternehmer ihre Hotels, Angestellte ihre Arbeitsplätze. Es sei weiter unklar, ob und wann der Berg erneut ins Rutschen komme, so Rösti.

Ende Mai hatte sich eine gigantische Eis-, Fels- und Schuttlawine ins Tal gewälzt. Die 300 Bewohner Blattens waren vorher vorsorglich evakuiert worden. Ein 64-jähriger Schäfer, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks wohl in einem Stall wenig außerhalb des Sperrgebiets aufgehalten hatte, wird allerdings weiter vermisst.

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