Hannover – Die Zahl der queerfeindlichen Straftaten steigt in Deutschland – auch die Demonstrationen anlässlich des Christopher Street Days (CSD) sehen sich zunehmend Anfeindungen ausgesetzt. „Wir haben eine massive Zunahme von Online-Bedrohungen“, sagte Kai Bölle, Vorstandsmitglied des Vereins CSD Deutschland. Zudem würden Gruppen junger Rechtsextremisten zu Gegenaktionen aufrufen. Bölle sagte: „Es hat eine neue Qualität bekommen.“ Die Polizei sei bundesweit sensibilisiert und schütze die Demonstrationen.
2024 wurden 27 Gegenaktionen von rechtsextremistischen Gruppen gezählt. Mit Bedrohungsmails an CSD-Veranstalter werde versucht, ein Klima der Angst zu erzeugen, sagte Bölle. Teilnehmer würden „vorsichtiger, verabreden sich am Bahnhof und gehen in Gruppen zur Demo und zurück“.