Kein Wunder von Texas

von Redaktion

Zahl der Toten nach Flutkatastrophe steigt auf mindestens 91 – Kritik an Trump wächst

Sie haben Schreckliches erlebt: Überlebende der Flut am Guadelupe River in Texas. © Houston Chronicle/Getty

Austin – Es hätte das Wunder von Texas sein können: Mehrere Medien hatten nach der verheerenden Flutkatastrophe über eine Rettung berichtet. Zwei Mädchen hätten sich drei Tage lang an einer Baumkrone festgeklammert, konnten dann angeblich aus den Fluten gerettet werden. Ein Rettungsteam hatte zuvor auf Facebook von dem angeblichen Wunder berichtet. „Ich freue mich riesig, berichten zu können, dass zwei junge Mädchen lebend in 8,2 Metern Höhe in Bäumen in der Nähe von Comfort, Texas, gefunden wurden.“

Doch am Sonntagabend teilte der texanische Abgeordnete Chip Roy mit: „Die Geschichte der Rettungsaktionen in Kendall County war nicht wahr“, erklärte er. „Seien Sie vorsichtig mit möglichen Falschmeldungen, auch wenn sie gut gemeint sind. Sie sind unfair gegenüber Familien und lenken die Strafverfolgungsbehörden ab.“ Am Montagabend gab es dann eine weitere traurige Gewissheit: Allein in einem christlichen Sommerlager sind 27 Menschen ums Leben gekommen. Das Camp Mystic gab den Tod der 27 Mädchen und Betreuer bekannt. Die Zahl der insgesamt ums Leben gekommenen Menschen stieg derweil auf 91 an. Helfer suchen weiter nach Vermissten. Der US-Wetterdienst warnte vor neuen Gewittern.

Zugleich wurde Kritik an dem US-Krisenmanagement laut. Die Flutwarnungen seien zu spät gekommen, hieß es in Sozialen Medien. Auch die Kürzungen der Regierung von Präsident Donald Trump beim Wetterdienst (NWS) unter seinem damaligen Berater Elon Musk gerieten in den Fokus. Medienberichten zufolge wurden seit Trumps Amtsantritt mehrere hundert Meteorologen entlassen. Der Präsident wies jegliche Schuld von sich.

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