Crans-Montana: Alle Todesopfer identifiziert

von Redaktion

Viele waren minderjährig – Strafverfahren gegen Barbetreiber wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet

Trauernde versammelten sich am Wochenende am Ort der Tragödie. © BOTT/EPA

Crans-Montana – Nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana haben die Behörden sämtliche 40 Todesopfer identifiziert. Darunter sind wie befürchtet zahlreiche Minderjährige, die jüngste eine 14-jährige Schweizerin. Unter den 119 Verletzten sind mehr als 70 Schweizer sowie Franzosen, Italiener, Serben und einzelne Angehörige anderer Länder. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.

Inzwischen ermittelt die Justiz gegen die Betreiber der Bar „Le Constellation“, in der das Feuer in der Silvesternacht ausgebrochen war. Die ersten Untersuchungen hätten „zur Einleitung eines Strafverfahrens gegen die beiden Betreiber des Lokals geführt“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis am Wochenende mit. Es werde unter anderem wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung gegen die Betreiber ermittelt.

Einige der 119 überwiegend schwer verletzten Überlebenden sind in einer kritischen Phase: Bei sehr schweren Verbrennungen treten Symptome der Verbrennungskrankheit wie Organversagen erst nach 48 Stunden auf.

Zudem wächst das Risiko von Infektionen, weil das überforderte Immunsystem geschwächt ist. Erst wenn die Risiken minimiert sind, beginnen die Operationen, um die verbrannte Haut zu entfernen.

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