DRK-Präsident Gröhe will einen „Kraftakt“. © Pedersen/dpa
Berlin – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verlangt vom Bund mehr Geld und Anstrengungen für einen besseren Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen. „Es braucht einen richtigen Kraftakt, damit wir hier vorankommen“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe. „Die Bundesregierung muss dieses Thema mit der gebotenen Dringlichkeit behandeln.“
Gröhe beklagte, über Jahre sei zu wenig Geld dafür bereitgestellt worden. „Der Bevölkerungsschutz könnte im Vergleich zu militärischen Anstrengungen mit vergleichsweise geringen Summen gestärkt werden.“ Das DRK selbst benötigt laut Gröhe zeitnah rund 2,1 Milliarden Euro und danach jährlich eine Milliarde Euro, um Einrichtungen und Angebote zu erhalten und zu stärken.
Das DRK kümmert sich in Deutschland neben anderen Hilfsorganisationen und Feuerwehren um den Bevölkerungsschutz. Im Ernstfall werde in Deutschland der Bevölkerungsschutz zu 90 Prozent von Ehrenamtlichen getragen, sagte Gröhe. Zwar gebe es ein starkes Ehren- und Hauptamt. „Aber wir sind an vielen anderen Stellen zu schwach aufgestellt.“
Wie das DRK sprechen sich auch die Feuerwehren dafür aus, das Thema stärker in die Schulen zu tragen. An Grundschulen zeigen Feuerwehren bereits, was bei Bränden zu tun ist. „Das sollte ergänzt und auf höhere Jahrgänge ausgeweitet werden“, so der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse.