Paris – Seit Jahren ist Frankreichs First Lady Zielscheibe böswilliger Gerüchte im Internet, jetzt hat ein Gericht in Paris zahlreichen Verantwortlichen die Rote Karte gezeigt. Wegen Cybermobbings gegen Brigitte Macron verhängte das Gericht Haftstrafen von zumeist sechs Monaten auf Bewährung gegen acht Männer und zwei Frauen, zwei Angeklagte erhielten acht Monate auf Bewährung.
Alle Verurteilten müssen außerdem auf eigene Kosten ein Praktikum zum Respekt anderer Menschen im Internet absolvieren und einige erhielten eine befristete Onlinesperre für die Nutzung der Sozialen Medien, die sie für das Cybermobbing genutzt haben. Gemeinsam müssen die Verurteilten eine Entschädigung von 10 000 Euro an Brigitte Macron zahlen, die während des Prozesses und auch der Urteilsverkündung nicht im Gericht anwesend war. Den Angeklagten wurden zahlreiche böswillige Äußerungen über das Geschlecht der Präsidentengattin sowie über den Altersunterschied zu Emmanuel Macron vorgeworfen. Dabei war teilweise selbst von Pädophilie die Rede. In seiner Urteilsbegründung sprach der Vorsitzende Richter von einer „Welle des Hasses“.