Blackout: Remmos wollten Geldautomaten knacken

von Redaktion

Clan-Mitglieder wollten im Berliner Blackout Geldautomaten knacken. © Zinken/dpa

Berlin – Im Schutz der Dunkelheit wollten sie ans große Geld kommen: Mutmaßliche Mitglieder des berüchtigten Remmo-Clans sollen den großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins für einen Einbruch genutzt haben. In der Nacht zum Montag nahm die Berliner Polizei in Nikolassee vier Männer fest, die versucht haben sollen, einen Geldautomaten in einem vom Blackout betroffenen Gebiet aufzubrechen. Eine offizielle Bestätigung zur Clan-Zugehörigkeit liegt bislang nicht vor.

Nach Angaben der Polizei wurden Einsatzkräfte gegen 21.30 Uhr während einer Streife auf einen Mann aufmerksam, der beim Erscheinen der Beamten von einem Geldautomaten zu einem in der Nähe geparkten Auto flüchtete. Ein weiterer Beteiligter versuchte zu Fuß zu entkommen, konnte jedoch kurz darauf festgenommen werden. Der Fahrer des Fahrzeugs ergriff anschließend mit hoher Geschwindigkeit die Flucht, wurde jedoch an der Zufahrt zur A 115 gestoppt. Die drei Insassen im Alter von 27, 31 und 34 Jahren wurden kontrolliert.

Am Geldautomaten stellten die Beamten deutliche Einbruchsspuren fest. Zudem fanden sie im Fahrzeug eine Tasche mit Einbruchswerkzeug. Alle vier Tatverdächtigen wurden festgenommen.

Der Remmo-Clan wird in Berlin bereits seit einigen Jahren für viele Straftaten verantwortlich gemacht. Gerichte verurteilten Angehörige des Clans unter anderem für Diebstähle aus Schließfächern einer Bank in Mariendorf 2014 (Beute zehn Millionen Euro), der wertvollen Goldmünze aus dem Bode-Museum in Berlin 2017 und der kostbaren Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden 2019.

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