Auf den Straßen kann es glatt werden. © Gateau/dpa
Die Wetterkarte zeigte das Sturmtief „Elli“, das uns das gefährliche Wetter bringt. © Unwetter.de
In Hamburg hat es schon jetzt so viel geschneit wie seit 15 Jahren nicht. Heute soll es noch mal deutlich mehr werden. © Brandt/dpa
München/Berlin – Vorsicht, Glättegefahr! In Teilen Bayerns rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht zum Freitag und auch tagsüber mit gefrierendem Regen – und das über viele Stunden hinweg. Die Meteorologen warnten vor einer Unwetterlage vom Allgäu über Oberbayern bis in das südliche Mittelfranken und die Oberpfalz – und vor allem in Niederbayern. Die Folge: spiegelglatte Straßen und Gehwege, mancherorts kombiniert mit stürmischen Böen.
Schuld an der ungemütlichen Wetterlage ist Sturmtief „Elli“. Es sorgt dafür, dass am Abend von Südwesten her neue Niederschläge den Freistaat erreichen, die in der Nacht zu Freitag vielerorts in Regen übergehen. Die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt und könnten im Alpenvorland laut DWD milde 10 Grad erreichen, in der Nacht minus 6 Grad. Vor allem auf den Bergen könnte es stürmisch werden. In den mittleren Lagen der Alpen seien auch orkanartige Böen möglich, hieß es.
In der Oberpfalz wurde gestern Abend daher in allen Landkreisen der Präsenzunterricht für Freitag abgesagt. Wie auch im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Als Grund wurde teils die „akute Glatteisgefahr“ genannt. In den oberbayerischen Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sowie im Landkreis und der Stadt Rosenheim hat man sich dagegen entschieden, den Unterricht stattfinden zu lassen. Eltern sollten den Nachwuchs aber nur zur Schule bringen, wenn sie sich dadurch nicht in Gefahr begeben. „Eltern, deren Kinder aufgrund der Wetterverhältnisse nicht in die Schulen kommen können, informieren die Schule. Die Kinder sind damit vom Unterricht entschuldigt.“
Auch dem Norden und Osten Deutschlands steht eine turbulente Wetterlage bevor. Laut der Warnung des Deutschen Wetterdienstes sind insbesondere Ostdeutschland, der Harz und die Region zwischen Bremen und Hamburg betroffen. Besonders in der Nacht zum Freitag soll es zu teils kräftigen Schneefällen kommen. Ein DWD-Meteorologe sprach von „einem echten Wetterkrimi“. Es könnte bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben.
Am Samstag bewegt sich das Sturmtief „Elli“ in Richtung Tschechien. Für Deutschland bedeutet das, dass sich die Kaltluft wieder durchsetzt. Die Niederschläge ziehen allmählich in Richtung Südosten und die Schneephase dominiert erneut. „Die Nächte werden nun mit zunehmenden Auflockerungen von Norden her empfindlich kalt und strenger Frost unter minus 10 Grad ist keine Seltenheit“, sagt der Meteorologe. Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Wetterberuhigung. „Unter Hochdruckeinfluss zeigt der Winter, was er kann, und lässt die Temperaturen kaum über null Grad steigen.“ In der Nacht fallen die Temperaturen aber rapide.