Zum 44. Geburtstag ist Kate beliebt wie nie

von Redaktion

Die Frau, die in nicht allzu ferner Zukunft Queen werden könnte, überholt Ehemann Prinz William

Die beliebteste Royal: Prinzessin Kate. © Pettitt/dpa

London/Windsor – Ausgerechnet eine als Bürgerliche geborene Royal ist das beliebteste Mitglied der britischen Königsfamilie. Prinzessin Kate, die heute ihren 44. Geburtstag feiert, überholte ihren Mann, Prinz William (43), im Ranking der populärsten Royals des Meinungsforschungsinstituts YouGov: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Menschen in Großbritannien haben demnach ein positives Bild der als Catherine Middleton geborenen Princess of Wales.

Thronfolger William liegt auf der Rangliste, die auf Grundlage von Millionen im Netz erhobener Daten erstellt wird, mit 62 Prozent inzwischen deutlich hinter seiner Gattin. Auf ihn folgt Prinzessin Anne (75) mit 59 Prozent, König Charles (77) sieht dagegen nur knapp mehr als die Hälfte der Menschen (54 Prozent) in einem positiven Licht. Schlusslicht unter den bekannteren Royals ist dessen in Verruf geratener Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (65) mit gerade einmal 13 Prozent.

Kates Beliebtheit scheint sich auch in einer – gemessen an ihrem Rang – überproportionalen Rolle im Königshaus widerzuspiegeln: Beim Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump im September ist es nicht Königin Camilla, sondern Kate, die zur Rechten des hohen Besuchs Platz nimmt. Genauso ist es, als im Dezember Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Windsor kommt.

Doch woran liegt es, dass Kate so erfolgreich ist? Sportlich und modebewusst macht sie ohne Zweifel eine gute Figur. Doch das ist längst nicht der einzige Grund, meint Craig Prescott, Verfassungsexperte und Royal-Kenner von der Londoner Universität Royal Holloway. Ihm zufolge ist es unter anderem gerade die bürgerliche Herkunft, die Kates Geheimnis ausmacht.

Er erinnert daran, dass Kate nach der brutalen Entführung und Ermordung der Londonerin Sarah Everard durch einen Polizisten im Jahr 2021 einen spontan eingerichteten Gedenkort im Londoner Park Clapham Common besuchte. „Sie sprach darüber, wie sie sich selbst manchmal fürchtete, wenn sie nachts durch die Straßen Londons ging“, sagt Prescott. Mit solchen Äußerungen könne sie „ein Stück Normalität in eine sehr, sehr merkwürdige und ungewöhnliche Institution einbringen“.

Auch Kates Krebserkrankung und der offene Umgang damit hätten sie für viele Menschen nahbarer erscheinen lassen, glaubt Prescott. Nach anfänglichem Schweigen hat sie das Volk an ihrem Genesungsprozess teilhaben lassen. Er hält es für wahrscheinlich, dass die Königin in spe in der britischen Monarchie eine deutlich größere Bedeutung erlangen wird als frühere Gemahlinnen oder Gemahle, wie Queen Camilla oder der Mann der verstorbenen Queen Elizabeth II., Prinz Philip. „Es könnte sein, dass es, wenn William und Catherine König und Königin sind, in mancherlei Hinsicht eher so etwas wie eine gemeinsame Monarchie ist – zumindest, was die öffentliche Wahrnehmung betrifft“, sagt er.

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