MENSCHEN

von Redaktion

Kein neuer Prozess für Harvey Weinstein. © Hirsch/EPA

P. Diddy bat Trump um Begnadigung. © Weiss/AFP

Der wegen Sexualstraftaten verurteilte US-Rapper Sean „Diddy“ Combs hat Donald Trump nach Angaben des US-Präsidenten um eine Begnadigung gebeten. Er habe nicht vor, der Bitte nachzukommen, sagte Trump in einem Interview der „New York Times“. Die Anfrage habe ihn in einem Brief erreicht. Combs war im Oktober in Zusammenhang mit Prostitution zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und zwei Monaten sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Seine Anwälte haben Berufung eingelegt. Combs – der im Laufe seiner Karriere unter anderem die Pseudonyme „Puff Daddy“, „P. Diddy“ und „Diddy“ nutzte – war im September 2024 wegen mutmaßlicher Sexualstraftaten in New York festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft hat ihm vorgeworfen, über Jahre hinweg Frauen missbraucht, bedroht und genötigt zu haben, seine sexuellen Wünsche zu erfüllen. Trump begnadigte in den vergangenen Monaten unter anderem mehrere wegen Wirtschaftsverbrechen verurteilte Unternehmer.

Ein Richter in New York hat den Antrag des früheren Hollywood-ProduzentenHarveyWeinsteinauf ein neues Verfahren abgelehnt. Der Prozess werde nicht zum dritten Mal komplett neu aufgerollt, entschied Richter Curtis Farber an einem Gericht in New York. Die Vorwürfe, dass zwei Juroren gezwungen worden seien, Weinstein für schuldig zu befinden, wies Farber zurück. Ein Anklagepunkt aber, bei dem sich die Jury im vergangenen Verfahren nicht hatte einig werden können, müsse nach wie vor neu verhandelt werden. Dafür legte Richter Farber den Auftakt auf den 3. März. „Ich weiß, dass ich untreu war, ich weiß, dass ich mich falsch verhalten habe, aber ich habe niemanden angegriffen“, beteuerte der gesundheitlich schwer angeschlagene und seit Jahren in Haft sitzende Weinstein bei der Anhörung erneut. Sein Anwaltsteam kündigte danach allerdings an, in Verhandlungen über eine Verständigung eintreten zu wollen. Weinstein war 2020 wegen Vergewaltigung und krimineller sexueller Handlungen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil war 2024 wegen erheblicher Verfahrensfehler wieder kassiert worden.

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