Fall Block: Entführerin stellt sich nach zwei Jahren

von Redaktion

Christina Block gestern vor Gericht. © Brandt/AFP

Hamburg – Es ist eine kleine Sensation im Block-Prozess: Nach zwei Jahren auf der Flucht ist die mutmaßliche Entführerin „Olga“ von der Staatsanwaltschaft Hamburg vernommen worden. Das teilte die Vorsitzende Richterin im Prozess um die Entführung der beiden jüngsten Kinder von Christina Block zu Beginn des 29. Verhandlungstages überraschend mit. Die Frau sei am 8. und 12. Januar unter freiem Geleit befragt worden. Dazu wurde der gegen sie erlassene Haftbefehl ausgesetzt. Ein Vernehmungsprotokoll liege noch nicht vor. Näheres wurde nicht mitgeteilt.

Die Frau, die sich in Hamburg Olga nannte, war laut Anklage „die rechte Hand“ des Chefs der israelischen Sicherheitsfirma, die für die Entführung verantwortlich sein soll. In den Monaten, die die Israelis in der Hansestadt wohnten, war sie eine enge Vertraute der Unternehmerin Block geworden. Sie war für die Steakhaus-Erbin der erste Ansprechpartner im Entführer-Trupp. „Olga“ steht im Verdacht, zusammen mit der Kindesmutter und weiteren Personen die Entführung von zwei Kindern aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/2024 vorgenommen zu haben.

Christina Block ist angeklagt, die Entführung ihrer Kinder aus Dänemark am Wohnort ihres Vaters in der Silvesternacht 2023/24 in Auftrag gegeben zu haben. Sie bestreitet das. Nach ihrer Darstellung war die israelische Sicherheitsfirma ausschließlich zur Überprüfung der Cybersicherheit des zur Block-Gruppe gehörenden Elysée-Hotels angeworben worden und handelte Block zufolge bei der Rückholaktion auf eigene Faust. Der Tat war ein jlanger Sorgerechtsstreit zwischen den Eltern vorausgegangen.

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