Junge Menschen achten meist genau auf Verhütung. © epd
Köln – Jugendliche in Deutschland lassen sich mit dem ersten Sex mehr Zeit als noch vor sechs Jahren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hervor, die in Köln vorgestellt wurde. Demnach haben 23 Prozent der 16-Jährigen schon Geschlechtsverkehr gehabt – bei der Vorgängeranalyse 2019 waren es 34 Prozent.
Gefragt nach den Gründen für Zurückhaltung gaben 47 Prozent der 14- bis 17-jährigen Mädchen an, den Richtigen oder die Richtige noch nicht gefunden zu haben – bei den Jungen waren es 55 Prozent. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Mädchen und ein Drittel der Jungen (34 Prozent) hielt sich für zu jung.
Der erste Sex findet laut Institut zudem überwiegend in festen Partnerschaften statt. Das gilt für 65 Prozent der weiblichen und 53 Prozent der männlichen Befragten. 25 Prozent der jungen Frauen und 31 Prozent der jungen Männer seien zumindest gut mit ihrem ersten Sexualpartner bekannt. Rund zwei Drittel gaben an, der erste Sex habe für sie zum „gerade richtigen Zeitpunkt“ stattgefunden. Fast alle Jugendlichen gaben demnach an, auf Verhütung zu achten: Nur 5 Prozent der 14- bis 17-Jährigen erklärten, beim „ersten Mal“ nicht verhütet zu haben. Am häufigsten griffen Jugendliche dabei zum Kondom (76 Prozent), gut ein Drittel verließ sich auf die Pille.