Denpasar – Wer nach Bali reist, braucht bislang nur wenige formale Nachweise. Das könnte sich bald ändern: Künftig müssen ausländische Besucher möglicherweise Kontoauszüge, Rückflugtickets und detaillierte Reisepläne vorlegen. Die balinesische Provinzregierung arbeitet an einer neuen Verordnung, mit der sie den Tourismus auf der Insel stärker regulieren will – im Namen eines „Qualitäts-Tourismus“.
Gouverneur Wayan Koster erklärte, damit wolle die Regierung sicherstellen, dass Reisende in der Lage sind, ihren Aufenthalt finanziell vollständig zu bestreiten. Wer nur über ein Budget für sieben Tage verfüge, solle entsprechend auch nur eine Woche bleiben.
Der Gouverneur betont seit Längerem, dass die Insel vor allem Besucher anziehen soll, die Respekt für die lokale Kultur und religiöse Traditionen mitbringen. Immer wieder machen andere Bilder Schlagzeilen: Touristen, die spärlich bekleidet in Tempeln posieren, betrunken Roller fahren oder sich in Bars zudröhnen.