London – In Großbritannien sind 86 Menschen wegen schweren Hausfriedensbruchs festgenommen worden, die zur Unterstützung eines pro-palästinensischen Aktivisten in ein Gefängnisgelände vorgedrungen waren. Die Festgenommenen hätten mit ihrem Protest am Samstagabend ein Mitglied von Palestine Action unterstützen wollen, das sich im Hungerstreik befinde, teilte die Londoner Polizei mit. Sie hätten sich dann trotz Aufforderung geweigert, das Gefängnisgelände zu verlassen.
„Sie hinderten mutmaßlich Gefängnismitarbeiter am Rein- und Rausgehen, bedrohten Polizeibeamte und einigen von ihnen gelang es, in einen Mitarbeiterbereich einzudringen“, erklärte die Polizei. Alle Beteiligten seien festgenommen worden. Das Justizministerium bezeichnete den Vorfall als „zutiefst beunruhigend“.
Der Vorfall ereignete sich vor dem Gefängnis Wormwood Scrubs in West London. Ein Insasse befindet sich nach Angaben der Aktivistengruppe Prisoners for Palestine seit über zwei Wochen im Hungerstreik. Er ist einer von mehreren Insassen, die in den letzten Monaten immer wieder in den Hungerstreik traten, während sie auf einen Prozess wegen mutmaßlichen Einbruchs und Sachbeschädigung im Namen von Palestine Action warten. Die Aktivisten weisen die Vorwürfe zurück und fordern, dass die Anklage fallengelassen wird.