Knapp 200 Millionen US-Bürger waren von dem Sturm betroffen. © Walker/dpa
Washington – Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über große Teile der USA. In mindestens 20 Bundesstaaten riefen die Behörden den Notstand aus, tausende Flüge wurden am Wochenende gestrichen. Der nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor erheblichen Einschränkungen durch glatte Wege und Straßen. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung kämpft mit den zunehmenden Folgen des extremen Winterwetters – laut Behörden also nahezu 190 Millionen Menschen.
Indes steigt die Zahl der Stromausfälle kontinuierlich: Landesweit waren am Sonntag bereits mehr als eine Million Haushalte ohne Strom, wie aus Angaben des Portals poweroutage.us hervorgeht. Stark betroffen waren Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitag begonnen hatte, darunter Texas, Mississippi und Louisiana, aber auch an der Ostküste. Landesweit waren viele Supermärkte aufgrund von Hamsterkäufen leergeräumt.
Aus dem Ort Crested Butte in Colorado meldete CNN 58 Zentimeter Schnee. In Teilen Oklahomas seien bis zu 20 Zentimeter Schnee gefallen. Aus Teilen von New Mexiko meldete CNN rund 30 Zentimeter Schnee, aus Texas bis zu 15 Zentimeter. Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht hervorgebracht habe.
Auch die niedrigen Temperaturen seien bedrohlich: So berichtete der Sender NBC News von gefühlten Temperaturen von minus 35 Grad Celsius in Teilen des Landes. Damit sei es ungewöhnlich kalt, selbst für diese Jahreszeit. Zwei Männer starben an Unterkühlung in der Region Caddo Parish im US-Bundesstaat Louisiana, wie die zuständige Gesundheitsbehörde mitteilte. Das Alter der Männer sei unbekannt. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem rief die Bevölkerung auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, sich um Angehörige zu kümmern, nach den Nachbarn zu sehen und mit den Behörden zusammenzuarbeiten.