Rom – Nach der tödlichen Brandkatastrophe in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana hat Italien gemeinsame Ermittlungen mit den Schweizer Behörden gefordert. Andernfalls werde Roms Botschafter nicht in die Schweiz zurückkehren, teilte die italienische Regierung am Montag mit. Italien hatte seinen Botschafter Lorenzo Cornado am Samstag zurückberufen, um gegen die Freilassung des Barbesitzers aus Untersuchungshaft zu protestieren. Am Montag forderte Rom die Kooperation der Justizbehörden und „die sofortige Einrichtung“ eines italienisch-schweizerischen Ermittlerteams. Unter den 40 teils minderjährigen Todesopfern des Brands einer Bar in der Silvesternacht waren auch sechs junge Menschen aus Italien. Zudem stammten mehr als ein Dutzend der 116 Schwerverletzten aus dem Land.