Gelsenkirchen – Vier Wochen nach dem Millionen-Coup in einer Gelsenkirchener Sparkasse hat die Polizei trotz fieberhafter Suche mit rund 350 Beschäftigten noch keine heiße Spur. Der Geschädigten-Anwalt Daniel Kuhlmann erhebt währenddessen scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen der Bank.
Er hat nach eigenen Angaben beim Landgericht Essen drei Musterklagen erhoben und fordert darin die volle Haftung für die bei dem Einbruch entstandenen Schäden. Bisher ist die Haftung für den Inhalt der Bank-Schließfächer auf 10 300 Euro begrenzt, falls die Kunden nicht privat zusätzliche Versicherungen abgeschlossen haben. Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt.