Das Bild soll die Täterin, damals noch als Junge, zeigen.
Tumbler Ridge – Bei einer der schlimmsten Bluttaten mit Schusswaffen in der Geschichte Kanadas sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sei auch eine Frau, die nach ersten Erkenntnissen als Tatverdächtige gelte, teilte die Polizei in der westlichen Provinz British Columbia mit. Ihre Leiche wurde demnach in einer Schule in der Ortschaft Tumbler Ridge gefunden, wo zuvor durch Schüsse sieben Menschen zu Tode kamen und etwa zwei Dutzend weitere verletzt wurden. An einem anderen Ort, der wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung stehe, seien zwei weitere Tote gefunden worden.
Lokale und Soziale Medien berichten, dass es sich bei der Täterin um eine 17-jährige Transgender-Person aus dem Ort handeln soll, die auch ihre Mutter erschossen haben soll. Der Fall zeigt Parallelen zu einem Amoklauf in Minneapolis im August vergangenen Jahres. Auch dort war der Täter transgender.
Über das Motiv herrscht noch Rätselraten. Auch, ob es sich bei den Toten um Kinder oder Lehrkräfte handelt, wurde nicht mitgeteilt. Erst müssten die Opfer identifiziert und die Familien benachrichtigt werden, hieß es.
In dem 2700 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Ort kenne sich fast jeder, sagte Bürgermeister Darryl Krakowka. „Ich bin seit 19 Jahren hier, wir sind eine kleine Gemeinde. Ich bezeichne sie nicht als Einwohner, ich bezeichne sie als Familie.“ Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver.
Der kanadische Premierminister reagierte mit Bestürzung. Er sei „zutiefst erschüttert“, schrieb Mark Carney auf der Plattform X. „Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben.“ Seine Reise zu der Sicherheitskonferenz in München sagte er laut Medienberichten ab.