Kaum noch Hoffnung für Tommaso

von Redaktion

Nach einer misslungenen Herz-Transplantation wartet ein Zweijähriger in Neapel auf ein Ersatzorgan

Ganz Italien bangt mit Patrizia Mercolino um den kleinen Tommaso. Der Bub wird derzeit nur mit einer Maschine am Leben erhalten.

Neapel – Nach einer völlig misslungenen Herz-Transplantation besteht für einen kleinen Jungen in Italien kaum noch Hoffnung. Ein unabhängiges Ärzteteam kam nach Angaben des Anwalts der Familie zu dem Urteil, dass dem zwei Jahre alten Kind kein neues Herz mehr eingesetzt werden könne. Der Junge, der Tommaso heißen soll, liegt seit Weihnachten in der süditalienischen Großstadt Neapel auf der Intensivstation. Beim Transport eines ersten Spenderherzens aus Bozen in Südtirol war das Ersatzorgan falsch gekühlt worden.

Das Schicksal des Kindes bewegt Italien sehr. In den Medien ist der Fall großes Thema. Der Junge wird seit der misslungenen Operation mithilfe einer Maschine am Leben gehalten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Eltern schalteten nun eine Klinik aus Rom ein, um die Heilungschancen ihres Sohnes zu begutachten. Ihr Anwalt Francesco Petruzzi berichtete im Fernsehsender Rai3, dass der Junge nach Einschätzung dieser Ärzte „nicht mehr transplantabel“ sei.

Hingegen sind die behandelnden Ärzte des Monaldi-Krankenhauses in Neapel der Meinung, dass eine zweite Transplantation noch möglich sei. Der Junge steht nach italienischen Medienberichten auf der Liste der möglichen Empfänger eines Spenderherzens mit derselben Blutgruppe ganz oben. Damit wird nun in ganz Europa nach einem Ersatzorgan für ihn gesucht – ohne dass das bislang Erfolg hatte. Der Zweijährige leidet an einem schweren Herzfehler.

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