Klimawandel: Ozeanversauerung gefährdet Lachse

von Redaktion

Die Fortpflanzung der Fische wird beeinträchtigt. © dpa

Göttingen – Die globale Klimaerwärmung könnte die Fortpflanzung von Lachsen und Seeigeln beeinträchtigen. Grund ist die mit dem allgemeinen Kohlendioxidanstieg in der Atmosphäre einhergehende Wasserversauerung, wie das Göttinger Max-Planck-Institut am Freitag mitteilte. Bei beiden Arten wird die Bewegung von Spermien im Wasser demnach maßgeblich durch ein Enzym gesteuert, das durch höhere pH-Werte im Wasser aktiviert wird. Durch Versauerung steigt der pH-Wert jedoch.

Forscher des Instituts machten die Entdeckung bei der Analyse molekularer Prozesse, welche die Schwimmbewegung von Spermien in Richtung Eizelle steuern. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Botenstoff cAMP, der von einem Enzym produziert wird. Bei Lachsen und Seeigeln wird dieses durch alkalische Umgebung mit niedrigem pH-Wert aktiviert.

Beide Arten pflanzen sich durch sogenanntes Massenlaichen fort. Dabei geben weibliche und männliche Tiere ihre Eier und Spermien zeitgleich in großer Zahl ins Wasser ab, wo sie sich dann befruchten. Steigt durch die Versauerung des Wassers der pH-Wert und sinkt damit die Produktion von cAMP, könnte dies die Bewegungsfähigkeit der Spermien dämpfen. Die Fortpflanzungsfähigkeit wäre also gefährdet.

Artikel 5 von 10