Frankfurt – Mit gezielten Schüssen in den Hinterkopf soll ein Mann laut Anklage vor rund eineinhalb Jahren einen anderen Mann im Frankfurter Hauptbahnhof erschossen haben. Zum Prozessauftakt hat die Staatsanwaltschaft nun ihre Vorwürfe gegen die von ihr angeklagten acht Männer vor dem Landgericht verlesen.
Hintergrund der Tat sei eine schon länger andauernde Familienfehde in der Türkei gewesen: Mittels Blutrache habe der gewaltsame Tod eines Familienmitglieds gesühnt werden sollen.
Acht Männer im Alter zwischen 22 und 56 Jahren sitzen auf der Anklagebank. Sie haben teils die deutsche und teils die türkische Staatsangehörigkeit. Sieben von ihnen wirft die Staatsanwaltschaft heimtückischen Mord vor, einem Mann wirft sie Verabredung zum Verbrechen vor. Das 27-jährige Opfer entstammte der anderen an der Fehde beteiligten Familie.