Ottawa – Zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen an einer Schule in Kanada werfen Chatbot-Unterhaltungen der mutmaßlichen Täterin Fragen auf. Das leitende Sicherheitsteam des ChatGPT-Entwicklers OpenAI wurde von der Regierung zu Gesprächen nach Ottawa eingeladen. Es geht auch um den Umgang der Plattformbetreiber mit solchen Inhalten.
Zuvor war bekannt geworden, dass OpenAI das Konto der mittlerweile toten Tatverdächtigen im Juni gesperrt hatte, weil diese den KI-Chatbot zur „Förderung gewalttätiger Aktivitäten“ missbraucht habe. Die Aktivitäten des Kontos hätten die Schwelle für eine Weiterleitung an die Polizei aber nicht erreicht, hieß es in einer Stellungnahme von OpenAI.
Die tatverdächtige 18-Jährige soll am 10. Februar im westkanadischen Ort Tumbler Ridge acht Menschen getötet haben, sechs davon in einer Schule. Unter den Opfern waren Schüler, eine Lehrkraft sowie die Mutter und der Stiefbruder der mutmaßlichen Schützin, die sich anschließend selbst tötete.