Trump, Epstein und eine schöne Unbekannte. © Handout/AFP
Ex-Präsident Bill Clinton mit Frau Hillary. © Mara/dpa
Washington – Die Vorwürfe sind wieder mal ungeheuerlich: Die US-Regierung soll laut Medienberichten Teile der Epstein-Akten zurückhalten, in denen eine Frau Missbrauchsvorwürfe gegen Präsident Donald Trump erhebt. Der führende Abgeordnete der Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, Robert Garcia, warf der Regierung am Mittwoch im Onlinedienst X den „größten Vertuschungsskandal einer Regierung in der jüngeren Geschichte“ vor. Das Justizministerium bestritt dagegen auf Anfrage, Akten gezielt zu verbergen.
Nach Angaben des Rundfunksenders NPR und der „New York Times“ gibt es Hinweise, dass sich in den bisher nicht veröffentlichten Dokumenten zu dem Fall Memos der Bundespolizei FBI befinden. Darin sollen Befragungen einer Frau zusammengefasst sein, die 2019 nach der Verhaftung des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein angegeben habe, als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump sexuell missbraucht worden zu sein.
Die Epstein-Akten werden für immer mehr US-(Polit-)Promis zum Problem: Gestern ist wegen seiner Verbindungen zu ihm der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Börge Brende, zurückgetreten. Zwei Tage zuvor hatte Bill Gates die Affäre mit zwei Russinnen gestanden. Und auch Star-Physiker Stephen Hawking hatte laut den Akten Verbindungen zu Epstein, was auch Bilder belegen.
Auch der frühere Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary tauchen in den Akten auf. Clinton soll heute von Kongressabgeordneten angehört werden. Seine Frau, war am Donnerstag per Videoschalte vorgeladen. Es handelt sich voraussichtlich um geschlossene Sitzungen, weshalb unklar ist, wie viel davon nach außen dringen wird. Hillary und Bill Clinton hatten sich monatelang geweigert, im US-Kongress zur Untersuchung des Epstein-Falls auszusagen. Der frühere Präsident hat ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein wiederholt bestritten.