MENSCHEN

von Redaktion

Es wird eng: Andrew Mountbatten-Windsor. © dpa

Cem Özdemir wollte Kindergärtner werden. © dpa

Im Skandal um den früheren Prinzen Andrew steht nun auch die britische Polizei wegen möglicher Mitwisser unter Druck: Nach der vorübergehenden Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor wird vermehrt gefordert, auch Personenschützer der Königsfamilie zu dessen Verbindungen zum verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu befragen. Andrew war am Donnerstag vergangener Woche infolge der Freigabe neuer Epstein-Akten durch die US-Regierung festgenommen und mehrere Stunden lang von der Polizei festgehalten worden. Gegen den Bruder von König Charles III. wird wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einer offiziellen Funktion ermittelt: Er soll als britischer Handelsgesandter vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben haben. Missbrauchsvorwürfe gegen Andrew sind offiziell bislang nicht Teil der Ermittlungen. Der Ex-Personenschützer Paul Page, der als Mitglied der Einheit von 1998 bis 2004 unter anderem den Buckingham-Palast bewachte, glaubt, dass seine früheren Kollegen bei einer Aussage „Konsequenzen“ fürchteten. „Alle sind im Moment paranoid“, sagte er.

Cem Özdemir (60), Grünen-Politiker mit türkischen Wurzeln, war nach eigenen Worten kein echter Revoluzzer. Allerdings sei sein Vater schon geschockt gewesen, als er als Jugendlicher mit Ohrringen, zerrissener Jeans und dem Berufswunsch Kita-Erzieher angekommen sei, erzählte Özdemir der Illustrierten „Bunte“. Dieser sei nämlich der Ansicht gewesen: „Ein richtiger Mann strebt keinen solchen Beruf an.“ Auch dass sein Sohn zu den Grünen gegangen sei, habe ihm nicht gefallen, da er ein großer Fan des SPD-Politikers Willy Brandt gewesen sei.

Das spanische Königshaus sieht nun den Weg für eine Rückkehr des umstrittenen Altkönigs Juan Carlos in die Heimat grundsätzlich offen. Der 88-Jährige, der seit fünfeinhalb Jahren im Exil im Wüsten-Emirat Abu Dhabi lebt, könne jederzeit wieder dauerhaft im Land leben, ließ die Casa Real in einer Mitteilung wissen. Davor müsse der Vater von König Felipe VI. aber auch seinen steuerlichen Wohnsitz wieder nach Spanien verlegen, wurde betont.

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