Silvia wird zur Serie

von Redaktion

Liebegeschichte des schwedischen Königspaares wird verfilmt

Alica von Rittberg spielt Silvia. © Dietze/dpa

Das Paar feiert heuer Goldene Hochzeit. © Henriksson/dpa

Silvia als Olympia-Hostess. © Simon/Imago

Vier Jahre nach ihrem Kennenlernen heirateten Silvia und Carl Gustav am 19. Juni 1976 in Stockholm. © Ericson/IMAGO

München – Ihr Leben liest sich wie ein modernes Märchen: Silvia Renate Sommerlath, geboren 1943 in Heidelberg, arbeitete 1972 bei den Olympischen Spielen in München als Hostess, als sie dem schwedischen Thronfolger Carl Gustaf begegnet. Aus der Begegnung wurde Liebe, aus der Liebe eine lebenslange Ehe: Seit ihrer Hochzeit am 19. Juni 1976 ist Silvia Sommerlath Königin von Schweden. Millionen Menschen verfolgten damals die Hochzeit an den Fernsehschirmen. Über ein halbes Jahrhundert später, Silvia ist mittlerweile 82, wird diese außergewöhnliche Liebesgeschichte nun als Serie verfilmt. Arbeitstitel: „German Queen“ („Deutsche Königin“).

Die Serie will auf dem weltweiten Erfolg von Historienserien wie „The Crown“ aufbauen und die dramatischen, romantischen und historischen Aspekte dieser deutsch-schwedischen Liebesgeschichte verbinden. Im Mittelpunkt steht die junge Silvia Sommerlath, deren Weg vom diplomatischen Umfeld im Deutschland der 1970er-Jahre auf den königlichen Thron eine ganz eigene Perspektive auf Monarchie, Gesellschaft und Identität verspricht.

Die Rolle der Silvia soll Alica von Rittberg spielen. Die 32-jährige Münchnerin hat sich in den vergangenen Jahren als eine der gefragtesten Darstellerinnen ihrer Generation etabliert – unter anderem mit Rollen in den historischen Serien „Charité“ und „Unsere Mütter, unsere Väter“ sowie in der britisch-amerikanischen Serie „Becoming Elizabeth“, in der sie die junge englische Königin Elisabeth I. spielte. Königin kann sie also.

Regie übernimmt Miguel Alexandre („Die Frau vom Checkpoint Charlie“). Nach Informationen aus Produktionskreisen sollen Teile der Dreharbeiten in und um München stattfinden – unter anderem an Originalschauplätzen der Olympischen Spiele 1972.

Die Serie will nicht nur eine Liebesgeschichte erzählen, sondern auch ein Bild einer Zeit zeichnen, die durch politischen Wandel, gesellschaftliche Umbrüche und dramatische Ereignisse geprägt war. Die Olympischen Spiele von 1972 sind untrennbar mit dem furchtbaren Terroranschlag verbunden. Königin Silvia selbst spricht später von „einer wunderschönen, sehr intensiven Zeit“ – obwohl sie die Tragödie bei Olympia nie vergessen habe. Über die erste Begegnung mit ihrem späteren Ehemann sagte sie später einmal schlicht: „Es hat einfach klick gemacht“.

Unklar ist, wie stark das schwedische Königshaus mit in die Produktion der Serie eingebunden wird. Auch ein konkreter Starttermin oder ein Sender oder Streamingdienst für „German Queen“ wurden bislang nicht genannt.

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