Paris – Im Berufungsverfahren im Fall der Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty durch einen jungen Dschihadisten hat ein Gericht in Paris am Montag die Haftstrafen mehrerer Mitverantwortlicher reduziert. Die Haftstrafen von zwei Freunden des von der Polizei getöteten Täters wurden von 16 Jahren auf sieben und sechs Jahre reduziert. Ihnen war Beihilfe zum Mord vorgeworfen worden. Sie sollen den Täter gefahren und ihm geholfen haben, Waffen zu beschaffen. Das Gericht befasste sich zudem mit zwei Männern, denen eine Hasskampagne zur Last gelegt wurde. Die Haftstrafe des Vaters eines Mädchens, das fälschlich behauptet hatte, Paty habe muslimische Schüler gebeten, den Klassenraum zu verlassen, bevor er Mohammed-Karikaturen zeigte, wurde von 13 auf zehn Jahre reduziert. Die 15-jährige Haftstrafe eines islamistischen Aktivisten blieb unverändert.