Vor Gericht: Marius Borg Høiby. © Hakon Mosvold Larsen/AFP
Oslo – Marius Borg Høiby schickte seiner Ex-Freundin Blumen, rief sie an, traf sich heimlich mit ihr: Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit soll während der Ermittlungen gegen ihn hunderte Male gegen ein Kontaktverbot verstoßen haben. Die Frau ist zugleich mutmaßliches Opfer in dem Verfahren. Das berichtete die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ aus dem laufenden Prozess. Auslöser der Ermittlungen war ein Vorfall in der Wohnung der Frau Anfang August 2024. Dort war Høiby gewalttätig geworden, hatte die junge Frau gewürgt, ein Messer in die Wand geschmettert, einen Kronleuchter von der Decke gerissen und auf diesem herumgetrampelt.
Trotz wiederholter häuslicher Gewalt, rasender Eifersucht und grober Beschimpfungen in der Beziehung blieb die Verbindung zwischen beiden bestehen. Zwischendurch brach die Frau den Kontakt ab. In einem Fall soll Høiby sie daraufhin 172 Mal angerufen und ihr geschrieben haben.
Im Dezember 2025 bat die Frau die Polizei laut Bericht selbst darum, das gegen Høiby verhängte Besuchsverbot aufzuheben. Dem wurde jedoch nicht stattgegeben. In den Monaten vor dem Start des Prozesses Anfang Februar hätten die beiden fast jeden Tag der Woche miteinander verbracht, sagte der 29-jährige Angeklagte laut „Verdens Gang“ vor Gericht. Während die Gerichtsverhandlung schon lief, schickte der „Bonusprinz“ seiner Ex-Freundin nach eigenen Angaben zum Valentinstag über einen Freund Blumen und schrieb ihr einen Brief.