Oviedo – In Spanien hat der Prozess gegen ein deutsches Elternpaar begonnen, das seine drei Kinder in der Stadt Oviedo dreieinhalb Jahre lang in einem Haus voller Müll eingesperrt haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert für den heute 54 Jahre alten Mann und für seine Frau (49) eine Haftstrafe von jeweils 25 Jahren und vier Monaten. Den Angeklagten wird psychische Gewalt in der Familie, Freiheitsberaubung und Vernachlässigung vorgeworfen.
Die Eltern beteuern unterdessen nach Angaben der Justiz ihre Unschuld und behaupten, sie hätten ihre drei kleinen Kinder vor der Außenwelt isoliert, um sie vor einer Ansteckung mit Krankheiten wie Corona zu schützen. Der Vater ist Deutscher, die Mutter Deutschamerikanerin. Weitere persönliche Daten wurden von den spanischen Behörden nicht veröffentlicht.