Verbannt vom Königshaus

von Redaktion

Andrews Töchter Beatrice und Eugenie spüren die Folgen des Epstein-Skandals

Die Folgen des Epstein-Skandals bekommen jetzt auch Andrews Töchter Eugenie (li.) und Beatrice zu spüren. © Lipinski/pa

London – Man wird nervös bei den Royals: Im britischen Königshaus verschärft sich der Umgang mit den Folgen des Epstein-Skandals. Nun geraten auch Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie in den Fokus. Neue Enthüllungen aus britischen Medien und erste Konsequenzen im höfischen Kalender zeigen: Der Schatten der Affäre um ihren Vater, Prinz Andrew, reicht inzwischen bis zu seinen Töchtern.

Lange Zeit hatte König Charles III. versucht, Beatrice (37) und Eugenie (35) aus den Kontroversen um ihren Vater herauszuhalten. Beide galten als Randfiguren des Königshauses, die ihre eigenen Karrieren verfolgten und nicht zu den sogenannten „Working Royals“ zählen. Doch in den vergangenen Wochen hat sich die Stimmung offenbar verändert. Beobachter berichten, dass der Palast inzwischen deutlich vorsichtiger agiert – auch auf Druck von Thronfolger Prinz William.

Ein erstes Signal war das traditionsreiche Pferderennen Royal Ascot. Die York-Schwestern gehörten dort jahrelang zu den prominenten Gästen mit Zugang zu den begehrten VIP-Bereichen. In diesem Jahr sollen entsprechende Einladungen jedoch ausgeblieben sein. Offiziell bestätigt ist das nicht, doch britische Medien werten es als Zeichen wachsender Distanz.

Kurz darauf wurde bekannt, dass Eugenie ihre langjährige Rolle bei der Menschenrechtsorganisation „QAnti-Slavery International“ aufgibt. Die Prinzessin hatte die Initiative mehrere Jahre unterstützt. Gründe wurden nicht öffentlich genannt, doch der Zeitpunkt fällt mit den neuen Schlagzeilen über die Familie im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre zusammen.

Recherchen der „Mail on Sunday“ werfen nun erneut Fragen auf. Demnach soll Andrew in einem E-Mail-Austausch mit dem Geschäftsmann Jonathan Rowland über mögliche Zahlungen an seine Töchter gesprochen haben. In der Korrespondenz ist von jeweils 50.000 Pfund die Rede, die Beatrice und Eugenie erhalten sollten. Wofür genau das Geld gedacht war, bleibt unklar. Aus dem Umfeld der Prinzessinnen hieß es, man könne sich an solche Zahlungen nicht erinnern. Unabhängig davon geraten auch die Finanzen der Schwestern stärker unter Beobachtung.

Laut Berichten britischer Zeitungen soll Prinz William bereits 2025 angeregt haben, dass Beatrice und Eugenie ihre finanziellen Aktivitäten freiwillig prüfen lassen, um mögliche Interessenkonflikte auszuschließen. Der König soll ihnen Unterstützung durch Berater aus seinem Umfeld angeboten haben. Die Schwestern sollen dankend abgelehnt haben …

Beide haben längst ein eigenes Leben außerhalb des Hofes aufgebaut. Eugenie arbeitet als Direktorin in der Londoner Galerie Hauser & Wirth. Beatrice ist im Technologiesektor als Strategieberaterin tätig. Sie ist mit dem Unternehmer Edoardo Mapelli Mozzi verheiratet und lebt mit ihrer Familie überwiegend privat. Seit die Affäre um ihren Vater eskaliert, sind die Schwestern nicht mehr öffentlich aufgetreten.

Ob Beatrice und Eugenie dauerhaft aus dem engeren Kreis der königlichen Familie verdrängt werden, bleibt abzuwarten. Ein möglicher Gradmesser wird der traditionelle Ostergottesdienst der Royals Anfang April in Windsor sein. Dort zeigt sich regelmäßig, wer im Hause Windsor noch dazugehört – und zu wem man lieber Abstand hält.

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