Anklage fordert mehr als sieben Jahre Haft für Høiby

von Redaktion

Høiby ist der älteste Sohn von Mette-Marit. © Grott/dpa

Oslo – Im Prozess gegen den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat die Staatsanwaltschaft in Oslo sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert. Die Zeit, die Marius Borg Høiby bereits in der Untersuchungshaft verbracht hat, soll von der Haftstrafe abgezogen werden. Dabei handelt es sich nach Aussage der Staatsanwaltschaft um bislang 63 Tage. Außerdem verlangte die Anklage zum Schluss ihres Plädoyers am Mittwoch ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin.

Die Staatsanwaltschaft forderte, Høiby in 39 von 40 Anklagepunkten zu verurteilen. Lediglich für einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot solle er freigesprochen werden. In diesem Fall soll er seine Ex-Freundin trotz des Verbots versehentlich angerufen haben.

Mette-Marits Sohn ist unter anderem in vier Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht angeklagt. In drei Fällen soll er Frauen im Genitalbereich berührt haben. In einem Fall soll es zur Penetration gekommen sein. „Vergewaltigung kann tiefe Spuren hinterlassen und Leben zerstören“, sagte der Staatsanwalt laut der Zeitung „Verdens Gang“. Während der mutmaßlichen Taten sollen die Frauen geschlafen oder einen Blackout gehabt haben. Høiby soll sie dabei gefilmt haben. Verantworten muss sich der 29-Jährige auch wegen zahlreicher Fälle häuslicher Gewalt gegen zwei Ex-Freundinnen.

In einigen Monaten wird das Urteil erwartet. Dann wird sich zeigen, ob das Gericht dem Wunsch der Staatsanwaltschaft nachkommt und Høiby für lange Zeit hinter Gitter bringt.

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