Die Anschuldigungen der Schauspielerin Collien Fernandes (44) gegen Ex-Mann Christian Ulmen (50) haben eine Welle der Solidarität ausgelöst. Die Vorwürfe des „Traumschiff“-Stars sind ungeheuerlich. Demnach soll Ulmen sich über Jahre hinweg im Internet als seine damalige Ehefrau ausgegeben und in ihrem Namen sexuelle Chatkontakte mit fremden Männern geführt haben. Am Freitagabend sprach Fernandes in den „Tagesthemen“. Die „Tagesschau“ zeigte vorab Ausschnitte. Darin sagt Fernandes: „Ich habe das Gefühl, dass von vielen noch nicht so richtig begriffen wurde, dass digitale Gewalt reale Gewalt ist. Dass Opfer da massiv drunter leiden, nicht nur ich, auch andere und in intensive psychotherapeutische Behandlung müssen.“
Zu Zehntausenden feiern die Menschen auf Instagram ihren Mut. Moderatoren-Kollegin Rebecca Mir (34): „Als du letzte Woche erzählt hast, was dir passiert ist, hat mich das tief erschüttert … Und jetzt zu wissen, WER dahintersteckt, macht mich einfach sprachlos.“ Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang (32) schreibt: „Ich hab’ gar keine Worte dafür, wie schlimm das ist. Danke für deinen Mut. Du zeigst damit ganz vielen Betroffenen, dass sie nicht allein mit diesen Erfahrungen sind.“ Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert (36) schreibt: „Hochachtung für den Mut, sich über Jahre hinweg zu wehren und jetzt auch noch diesen großen Schritt zu gehen und das ganze Ausmaß transparent zu machen.“
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte eine Gesetzesinitiative an. Täter sollten sich in Deutschland nicht mehr sicher fühlen können. Laut „Bild“ sollen für gefälschte Pornos, heimliche Sex-Fotos oder heimliche digitale Überwachung künftig bis zu zwei Jahre Haft drohen. Hubig will dafür demnach drei neue Paragrafen zu digitaler Gewalt in das Strafgesetzbuch einführen.