Mailand – Der Verdacht nach einem schweren Straßenbahn-Unglück in Mailand mit zwei Toten und mehr als 50 Verletzten richtet sich zunehmend gegen den Fahrer. Der 61-Jährige soll bis kurz zuvor am Handy gewesen sein, wie mehrere italienische Tageszeitungen aus den Ermittlungen berichteten. Er selbst hatte nach dem Unglück angegeben, sich unwohl gefühlt zu haben. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.
Die Straßenbahn war wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele im Zentrum der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt am 27. Februar gegen ein Gebäude geprallt. Eigentlich hätte sie an einer Kreuzung geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Zwei Männer im Alter von 49 und 59 Jahren kamen ums Leben.