Düsseldorf/Madrid – Ein Düsseldorfer Immobilienentwickler steht im Verdacht, bei einem Privatinsolvenzverfahren in großem Stil betrogen zu haben. Der 61-Jährige wurde bei einer europaweiten Razzia in seinem Anwesen auf der spanischen Baleareninsel Ibiza festgenommen, wie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen berichtete.
„Nach dem Stand der Ermittlungen steht ein Schaden im hohen zweistelligen Millionenbereich im Raum“, berichtete Staatsanwalt Hauke Lorenzen von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. An der Razzia waren den Angaben zufolge mehr als 400 Ermittler in sechs Ländern beteiligt. Sie durchsuchten 49 Objekte.
Gegenstand der Ermittlungen seien unter anderem Vorwürfe des Bankrotts, des Betruges, der Untreue sowie der Verletzung der Buchführungspflicht, hieß es. Bei den Vorwürfen gehe es vor allem um das Privatinsolvenzverfahren des Hauptbeschuldigten. Einen weiteren, 66 Jahre alten Beschuldigten nahmen die Ermittler nahe Düsseldorf fest.