Noelia Castillo © Antena3
Madrid/München – Das Schicksal von Noelia Castillo bewegt ganz Spanien. Gestern Abend erhielt die 25-Jährige aus Barcelona nach langem Kampf mit der Justiz Sterbehilfe, was heftige Debatten über die feine Linie zwischen Euthanasie und Beihilfe zum Suizid ausgelöst hat.
Der Hintergrund ist dramatisch und verstörend: Infolge einer Gruppenvergewaltigung versuchte Castillo 2022, sich das Leben zu nehmen. Sie sprang aus einem fünften Stock, war seitdem querschnittsgelähmt und litt infolge irreversibler Rückenmarksverletzungen unter starken Schmerzen.
2024 erhielt sie von der autonomen Regierung in Katalonien die Genehmigung zur Sterbehilfe. Da ihr Vater dies vor Gericht verhindern wollte, verzögerte sich die Umsetzung bis gestern. Um 18 Uhr wurde sie im Pflegeheim Sant Pere de Ribes sediert und bekam ihre letzte Injektion verabreicht. „Es ist mein Leben“, sagte Noelia.LOP