Todesdrama bei Eiersuche an Ostern

von Redaktion

Flensburg – Es sollte ein fröhliches Ostereiersuchen werden, aber endet in einer Tragödie: Es ist gegen 11 Uhr am Ostersonntag, als in einem Waldstück in Schleswig-Holstein ein rund 30 Meter hoher Baum umstürzt. Vier Menschen werden unter ihm eingeklemmt, drei von ihnen sterben. Darunter sind eine Mutter und ihr zehn Monate altes Baby.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielt sich eine Gruppe aus einer nahe gelegenen Wohneinrichtung in dem Wäldchen in Satrupholm auf, um Ostereier zu suchen. Insgesamt sollen es rund 50 Bewohner sowie Betreuungspersonen gewesen sein. Sie wurden nach dem Unglück von Notfallseelsorgern betreut. Rund um den umgestürzten Baum in der Gemeinde Mittelangeln südöstlich von Flensburg lagen am Sonntagabend zerdrückte Schoko-Ostereier, unter dem Stamm klemmte ein kleines Plastikrad, womöglich von einem Kinderwagen.

Die Polizei leitete am Montag ein Todesermittlungsverfahren ein. „Zur Ursache können wir noch keine verlässlichen Angaben machen“, sagt ein Sprecher. Der große Baum sei vermutlich durch starke Böen umgestürzt. Die Landesforsten, die für die Waldfläche verantwortlich sind, seien über den Vorfall bereits informiert worden. Noch ist unklar, ob der umgestürzte Baum Vorschäden hatte oder eine Krankheit aufwies.

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