Vor den Bahamas passierte das Drama. © Espinosa/dpa
Nassau – Ein US-Bürger ist auf den Bahamas festgenommen worden, nachdem seine Frau von einem Boot gefallen war und seit Samstag (Ortszeit) vermisst wird. Der 59-Jährige werde im Rahmen der Ermittlungen von der Polizei verhört, teilte die Royal Bahamas Police Force mit. Unter Berufung auf die Behörden berichteten Medien jedoch, dass es sich um den Ehemann handele. In einer Erklärung seines Anwalts, Terrel A. Butler, hieß es, der Mann kooperiere mit den zuständigen Behörden bei den Ermittlungen und weise jegliches Fehlverhalten zurück.
Die 55 Jahre alte Frau war mit ihrem langjährigen Ehemann auf einem kleinen Boot vor dem Inselstaat östlich des US-Bundesstaates Florida unterwegs, als sie über Bord ging. Nach Angaben des Ehemannes soll die Frau am örtlichen Samstagabend bei starkem Wind und bewegter See versehentlich vom Boot gefallen sein. Sie soll im Meer getrieben sein und den Schlüssel des Motors bei sich getragen haben. Er habe deshalb bis zum Ufer paddeln müssen. Erst Stunden später meldete er seine Frau als vermisst. Neben den Rettungsteams von den Bahamas war an der inzwischen eingestellten Suchaktion die US-Küstenwache beteiligt, wie Medien berichteten.
In einem Fernsehinterview sagte eine Tochter der Frau, ihr scheine es unwahrscheinlich, dass ihre Mutter einfach so über Bord gegangen sei. Bei dem Paar soll demnach eine Vorgeschichte von häuslicher Gewalt vorliegen. Der Mann habe die vermisste Frau etwa schon einmal am Hals gewürgt.