Social Media ab 13

von Redaktion

Wirtschaftsforscher legen Gutachten vor

Berlin – Forschende des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) schlagen ein Verbot Sozialer Medien für unter 13-Jährige vor. Für Jugendliche könnten die Angebote der Plattformen hingegen mit Blick auf problematische Inhalte und Mechanismen zur Steigerung der Nutzungsdauer reguliert werden. Das empfehlen die Forschenden in einem aktuellen Gutachten für den Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Neben diesen regulierenden Schritten sollten demnach die Medienkompetenzen der Kinder und Jugendlichen über die Schulen gesteigert werden. Lehrkräfte müssten dafür weitergebildet werden. Eltern seien über die Gefahren der Social-Media-Nutzung sowie Möglichkeiten der Einschränkung und Überwachung zu informieren.

Ein Teil der Kinder und Jugendlichen nutze Soziale Medien in einem suchtähnlichen Maße, warnen die Forschenden. Studien zeigten, dass eine hohe Nutzungsdauer mit Stress, Einsamkeitsgefühlen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Schlafproblemen, Angstzuständen oder depressiven Symptomen verbunden sein könne.

Zudem deuteten Auswertungen der Pisa-Studie darauf hin, dass die Kompetenzen von Jugendlichen mit steigendem Konsum digitaler Medien tendenziell abnähmen. Gerade Jugendliche, die aufgrund ihres familiären Hintergrunds schlechtere Bildungschancen haben, nutzten digitale Medien besonders intensiv.

Artikel 6 von 10