Fall Fabian: Beziehungsprobleme als Tatmotiv

von Redaktion

Sie soll Fabian getötet haben. © Wüstneck/dpa

Rostock – Die im Fall des getöteten Fabian aus Güstrow beschuldigte 30-Jährige hat den Jungen nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Rostock in der Hoffnung ermordet, eine zuvor bestehende Beziehung mit dem Vater des Jungen wiederherstellen zu können. Sie habe bedenkenlos das Leben des achtjährigen Kindes zerstört in der vagen Hoffnung, die Beziehung zu reparieren, hieß es in der zum Prozessauftakt vorgelesenen Anklage.

Demnach war die Frau bis August 2025 etwa vier Jahre lang in einer Beziehung mit Fabians Vater. Zu Beginn habe Fabian seinen Vater noch regelmäßig aufgesucht. Nachdem er aber eine körperliche Auseinandersetzung zwischen der Beschuldigten und dem Vater mitbekommen habe, sei der Kontakt abgebrochen. Erst nach der Trennung von der Frau hielt sich Fabian wieder regelmäßig bei seinem Vater auf.

Versuche der Angeklagten, die Beziehung zu Fabians Vater wiederherzustellen, lehnte dieser auch deshalb ab, weil er den Kontakt zu seinem Sohn nicht wieder gefährden wollte. Dies habe er der Beschuldigten zuletzt am 9. Oktober in einer Chat-Nachricht mitgeteilt. Über die endgültige Trennung erbost, habe sich die Frau am 10. Oktober 2025 zu Fabians Wohnung begeben, in der er sich zu dem Zeitpunkt allein aufhielt. Sie sei mit ihm ins Güstrower Umland gefahren. Bei Klein Upahl habe sie in der Nähe eines Tümpels unvermittelt mindestens sechsmal auf Brust und Oberkörper des Jungen eingestochen. Zwei Stiche seien direkt ins Herz gegangen. Später habe sie die Leiche angezündet.

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